Genug der Theorie, hier sind Beispiele bisher bestehender Shops um euch einen echten Eindruck vermitteln zu können, wie das auch in Zukunft bei euch ausschaut. Surf the Shops. BandshopsApocalyptica (Vertigo, Universal)
1996. "Apocalyptica plays Metallica by four Celli" macht sie über die
Grenzen Finnlands, eigentlich weltweit zu Stars. 350.000 verkaufte
Exemplare nennt man dann schonmal einen Exportschlager. Vor allem
live schaffen sie es, den Metallica-Songs jene Härte und Bosheit
zurückzugeben, die dem Original mit der Zeit abhanden gekommen war.
Inzwischen haben sich Apocalyptica frei geschwommen aus dem
Fahrwasser Metallica. Der Sound ist voller, vielschichtiger und
variantenreicher im Vergleich zu früher. Anstatt sich auf Metal-Riffs
zu beschränken, schaffen die drei Finnen absolut eigenständige
Meisterwerke. Eine Vielfalt an musikalischen Richtungen, die so
schnell nicht überboten werden kann.
Apoptygma Berzerk (Gun Records, Sony BMG)
benannt nach Apophthegma und Berserker. Ein norwegisches
Musikprojekt, zunächst Solo unterwges, inzwischen als Band. Das
musikalische Spektrum umfasst viele Aspekte der elektronischen Musik
und reicht von Elektro bis hin zu Darkwave. So scheut sich die Band
mittlerweile auch nicht davor, organische Elemente wie Gitarren in
ihr Klangbild zu integrieren. Vom Dancefloor Kracher bis zum wavigen
Sofasound, alles ist drin.
Camouflage (Synthetic, SPV)
Direkt mit der Debut Single "The Great Commandment" auf Platz 1 der
amerikanischen Billboard Charts. Das muss man erstmal schaffen. Mit
"Love is a Shield" einen absoluten Klassiker der 80er Jahre.
Dazwischen viel Pausen und Wege abseits der eigenen Musik. Nun sind
Camouflage wieder da mit einem brandneuen Album "Relocated". Science
Fiction irgendwie.
Dorfdisko (Motor, Edel)
Wir kommen, um uns auszuleben. Das sagt schon der Opener. Nicht die
Clever-Cleverness der Engländer adaptiert, keine Muskelshirts
auftragen. Spielen, den eigenen Status Quo in Worte fassen. Intro,
Strophen, Refrain, keine Gefangenen. Ihre Indiepopsongs behandeln
vorwiegend den Kummer und die Schönheit der Liebe. Dorfdisko
kritisieren und philosophieren und leben darüber hinaus gerne. Was
zählt ist die Musik und der Traum, davon einmal leben zu können. Der
zweite Longplayer "Kurz vor Malmö" steht zu diesem Zweck bereits
bereit.
Oomph! (Gun Records, Sony BMG)
Was sich anhört wie ein Schlag in die Weichteile, entpuppt sich bei
näherer Betrachtung als die erste richtig erfolgreiche Industrial
Combo aus deutschen Landen. Ähnlich den Krupps lassen sich Oomph!
nicht kategorisieren und setzen nach wie vor auf harte Gitarren,
elektronische Töne und inzwischen ausschliesslich deutsche Texte.
Dann die Single "Augen Auf!" und Oomph! sind raus aus der Nische des
Industrial, EBM.
Peter Licht (Motor, Edel)
"Sonnendeck" ist im Sommer 2000 ein gefeiertes Stück. "Wenn ich nicht
hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck oder im Solarium" wer kennt das
nicht, das Stück Liedgut. Peter Licht, um seinen Namen macht er gerne
einen größeren Hokuspokus. Sich zeigen tut er nur wiederwillig,
Konzerte spielt er auch erst seit dem Ende des Kapitalismus. "Ich
mach Töne, wie das alles zu verstehen ist, da will ich eigentlich gar
nichts sagen". Man muss ja auch nicht immer reden. Jetzt, die Lieder
vom Ende des Kapitalismus. Nachdenklich augenzwinkernd, konträr von
bekannt leichthändigen Melodien unterlegt, skizziert Peter Licht die
Situation Deutschlands in einer Ära des Umbruchs.
Phillip Boa (Motor, Edel)
Über lange Jahre war Phillip Boa mit seinem Voodooclub neben den
Berliner Krachspezialisten Einstürzende Neubauten der einzig
international anerkannte deutsche Indiekünstler. Das hat sich zwar
inzwischen geändert, dennoch ist und bleibt Boa sowas wie eine
alterwürdige Ikone. Ein Markenzeichen, das über die Jahre nichts an
Anziehungskraft eingebüßt hat. Neben guter Kritiken hat sich das
auch im Verkauf von Tonträgern niedergeschlagen. Und er legt nach.
Pop und Avantgarde bilden auch weiterhin die Pole zwischen denen die
Musik von Phillip Boa & the Voodooclub oszilliert.
Phoenix (EMI)
Musik aus Frankreich, damit verbindet man international gesehen meist nur eins: House. Das Franzosen aber nicht nur elektronische Musik aller Art richtig gut hinbekommen und sich auch mal mit Englisch singen anfreunden können, beweisen Phoenix. Eine Band, die man so nicht erwartet hätte. Ihr Sound ist vielseitig wie ein 5 Gänge Menü. Basierend auf einem amerikanischen folky funky Country werden Eighties eingeflochten und mit Gitarrenrock garniert. Wirklich sehr leicht verdaulich aber keineswegs lau. Denn Phoenix schaffen es die leicht skurille Mischung so zusammenzustellen, dass das alles sehr viel Charme hat.
Tiger Lou (V2, Rough Trade)
Zugegeben, Rasmus Kellerman besitzt wenig Einzigartiges. Als
schwedischer Songwriter mit Hang zum ausschweifenden Gefühl versucht
er nicht etwa, melancholische Musik völlig neu zu entdecken.
Stattdessen führt er die beachtliche Tradition nordischer Solisten
fort. Und das sehr gut. 2005 dann als Band fortsetzung und das
vergleichsweise wavelastige Zweitwerk "The Loyal". Er sei sehr von
Robert Smith inspiriert. Klangverwandschaft besteht darüber hinaus
vor allem zu Kristofer Aström.
Trend (Sounds of Subterrania, Cargo)
Das Warten auf Trend hat sich gelohnt. Sie liefern den Soundtrack für
die unregierbare Republik ab, "du bist nur eine Übergangsregierung
und die Chancen stehen gut, dass du überflüssig wirst". Mal geben sie
sich ruppig und hart, mal schmeichelnd und hart. Und dafür dass sie
angeblich nicht eingängig sind, fräsen sich die Songs in die
Gehirnwindungen. Deutschsprachiger Punk gefüllt mit jeder Menge
Reife, Intensität und Wortwitz. Wir haben lange darauf gewartet.
Xandria (Drakkar, Sony BMG)
Was Xandria 2003 mit ihrem Debüt "Kill The Sun" erschufen, scheint der Beginn einer langen Karriere zu sein, nachdem die Band zuvor bereits mit ihren im Internet veröffentlichten Demosongs im Underground für Furore gesorgt hatte. Was macht diese ungeheure Faszination der Band aus? Lisa, Marco, Gerit, Philip und Nils verschmelzen modernen Rock mit mystischen Klanglandschaften zu dem Soundtrack einer anderen, ganz eigenen Welt. Nach "Ravenheart" und "India" arbeitet die Band derzeit an ihrem neuen Album welches im Mai 2007 veröffentlicht wird. (Foto: Dirk Schelpmeier 2005)
LabelshopsSinnbus (Hausmusik, Alive)
Connect. Das ist die Idee. Wenn Musik gemacht wird, die noch keinen
Raum in Berlin hat, muss der Raum eben geschaffen werden. Das muss
nicht neu sein, aber etwas Eigenes. Bei Sinnbus sind es inzwischen
nahezu 10 Bands, mehrere DJs, Designleute, ein Reservoir von rund 50
Menschen, die Pläne schmieden. Eigene Festivals, Aktionen, Partys,
Ereignisse, unkommerziell, denn es geht um alles. Um Konzepte, wie
aus dieser Situation etwas gemacht werden kann, um interessante
Menschen, die es ernst meinen. Dabei geht die Bandbreite der Musik
von Post-Postrock in elektronischen Landschaften über melancholischen
Gitarrenpop zu verqueren Indiesachen und Lärm. Sinnbus heißt
zusammen und individuell, es gibt kein Zentrum, es sind aktive
Gruppen, freundschaftlich verbunden, in Bewegung.
Transsolar Records (Pias, Rough Trade)
In jeder Hinsicht ist Transsolar unkonventionell. ImAuftreten und
in der Präferenz des unentdeckten, offenen, einzigartigen. Anstelle
der reinen Reproduzierbarkeit von Dingen, Wiederholung. Die Releases
zeigen daher keine unbedingte Einheit, nur in der Qualität bewegt man
sich auf ähnlichem hohen Niveau. Wie das Label selbst haben die Bands
allesamt ihrer Wurzeln im Punk. Jede davon aber einen sehr eigenen
Zugang und originären Ausdruck. Es ist das Wie des Schaffens und
nicht zuletzt auch das Design, das zählt.
sonstige ShopsBread & Butter Messe
Die BBB verdeutlicht immer mehr ihre Positionierung als "all
important" Marketing und Kommunikationsplattform für zeitgenössische
Modekultur im Top Genre und unterstreicht ihre Internationalität.
Berlin, Barcelona, die beiden Messen sind ein Must für internationale
Einkäufer und Retailer.
KinoLatino Portal für Lateinamerikanischen Film (Alive)
Sie lieben den lateinamerikanischen Film für seine Fabulierlust und
verrückten Geschichten, seine Bilder, seine Farben. Sein Engagement.
Und seine Ursprünglichkeit, seinen künstlerischen Reichtum - und
dafür lohnt es sich sich einzusetzen.
Peta 2
Peta, People for the Ethical Treatment of Animals ist mit mehr als 1
Million Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel
der Organisation ist es durch Aufklärung, Veränderung der
Lebensweise und Aufdecken von Tierquälerei jedem Tier zu einem
besseren Leben zu verhelfen.
RRRNO
Keine Kopien, kein Lügen. Kein Stylo Scheiss.Scheiss auf
Zielgruppenbestimmung.
Slowmo
"If you dont risk anything you risk even more." Die Notwendigkeit dieser Risikobereitschaft, verbunden mit dem Gefühl Verantwortung übernehmen zu wollen, führten 2006 zur Gründung des Labels "slowmo". "Slowmo" steht für Nachhaltigkeit und einen respektvollen, konstruktiven Umgang miteinander. So werden unsere Kollektionen aus 100% kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle in Deutschland hergestellt ... we are on the go ... slowmo
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